Die großen Fünf

Aaron Hadlow ist nicht nur einer der besten, sondern auch der erfolgreichsten Kitesurfer der Welt. Neben seinen fünf PKRA Weltmeistertiteln konnte der 27-jährige noch zahlreiche weitere Erfolge, wie den Gewinn des Red Bull King of the Air, verbuchen. In Großbritannien geboren musste Hadlow rasche lernen mit den dortigen Bedingungen umzugehen. Ein Punkt, der sicherlich zu seiner zu seiner schnellen Entwicklung hin zu einem einzigartigen Weltklassekiter beigetragen hat. Seitdem war er es, der den Sport mit immer neuen Tricks prägte und die Qualität und Komplexität der Tricks immer weiter in die Höhe schraubte. Die sportliche Entwicklung des Kitens war eine Zeitlang fest an die Entwicklung von Hadlow selbst gebunden. Seine Vielfältigkeit, die es ihm erlaubt in jeder Kategorie ganz oben mitzufahren, ist ein weiterer Beleg dafür, dass Aaron Hadlow zu den Besten gehört. Auch jenseits des Wassers hat der Kitesport Aaron Hadlow sehr viel zu verdanken, weshalb er für uns zu Recht an erster Stelle steht. Doch Hadlow ist nicht das einzige Aushängeschild des Sports.

Radikale Moves und waghalsige Sprünge bei heftigsten Bedingungen. Ruben Lenten prägt den Begriff Extreme Kiteboarding wie kein anderer und steht deshalb zu Recht an zweiter Stelle. Früh verließ der Niederländer den aktiven Wettkampfsport und trat statt gegen andere Sportler, gegen die Natur persönlich, an. Regelmäßig testete er die Grenzen des Materials und seines Könnens aus und pushte den Sport so ans Limit, womit er stark zur Präsens des Kitesurfens in der Öffentlichkeit beitrug und eine Menge junger Sportler inspirierte. Höher, schneller, weiter. Als passionierter DJ sorgte Mr. Megaloop zusätzlich für eine passende Verbindung zwischen Musik und Sport, was in seinen eindrucksvollen Videos regelmäßig zur Geltung kommt. Wir hoffen, dass der an Krebs erkranke Ausnahmekönner schnell wieder auf die Beine kommt und uns wieder mit dem begeistert, was er am liebsten tut. Stay strong Ruben!

Unser dritter Platz gebührt einer jungen Dame die wohl als das bezeichnet werden kann, was man gemeinhin als Wunderkind betitelt. Mit 22 Jahren kann Gisela Pulido schon auf 10 Weltmeistertitel zurückblicken und ist damit mit Abstand die erfolgreichste Kitesurferin der Geschichte. Mit 13 Jahren gewann sie ihren ersten WM-Titel und es schien lange Zeit so, als habe die junge Spanierin einfach vergessen, wie man verliert. Neben ihren Erfolgen, die ihr sogar einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde einbrachten, schloss Pulido nebenbei noch eine Ausbildung ab und eröffnete mit dem „Spanish Kite Boarding Paradise“ eine Kiteschule in ihrem Heimatland. Gesegnet mit einem riesigen Talent und dem nötigen Ehrgeiz ist es unserer Meinung nach, auch wenn Pulido mit Karolina Winkowska eine ernstzunehmende Konkurrentin bekommen hat, nur eine Frage der Zeit, bis Gisela Pulido die zweite Null auf der Uhr hat.

Marc „Flash“ Austin hat schon gekited, als unsere Drittplatzierte noch in den Windeln lag. 1995 befestigte er zwei Fußschlaufen an seinem Skimboard, schnappte sich seinen Kite und ließ sich vom Wind über das Wasser ziehen. Der Grundstein für das Kitesurfen wie wir es heute kennen war gelegt. Als Pionier des Kitesurfens war es kein Wunder, dass Austin, der auch heute noch gerne kitet, die Wettbewerbe im Kitesurfen in den ersten Jahren dominierte und auch bei den ersten World Competitions im Jahr 1998 als Sieger hervorging. Für uns also ohne Frage einer der wichtigsten Akteure des Sports und ein verdienter vierter Platz.

Der fünfte Platz geht an die Gebrüder Bruno und Dominique Legaignoux was weniger mit ihrem sportlichen Erfolg, als mit ihrem Erfindungsreichtum zu tun hat. Anfang der 80er Jahre entwickelten die beiden Tüftler einen aufblasbaren Lenkdrachen, auf dessen Modell auch die heutigen Tubekites basieren. Unser Dank für den Kite im Rucksackformat geht also nach Frankreich. Auch der Wasserstart geht auf die beiden Franzosen zurück die das Kitesurfen nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Neil Pryde für die breite Öffentlichkeit zugänglich und attraktiv machten. Als der große Robby Naish 1998 dann auch noch Lizenzrechte erwarb, war der Siegeszug des Kitens vollends eingeläutet.

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